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Die Menschen in Manyu, dem Gebiet um Mamfe, haben mit vielen Problemen zu kämpfen. Außer den wenigen Stellen im öffentlichen Dienst (Verwaltung, Polizei, Armee, Schulen, Gesundheitswesen) gibt es keine regelmäßig bezahlte Arbeit, kein produzierendes Gewerbe. Handwerker (Schreiner, Maurer, Kfz- Mechaniker, ...) werden sehr schlecht bezahlt, leben von der Hand in den Mund. Die weit aus meisten Menschen sind „farmer“ Kleinbauern. Sie haben kleine Farmen im Urwald, oft viele Kilometer vom Dorf entfernt. Dort bauen sie casava (Maniok) das Grundnahrungsmittel, wie bei uns Kartoffeln, plantains (Kochbananen), jams (die Königin der Knollenfrüchte), egussi (Kürbiskerne als Gewürz und Edelnahrungsmittel) und vieles andere für den Eigenbedarf sowie Kaffee und/oder Kakao als „cash crop“ an. Die meisten bekommen sie nur einmal im Jahr, wenn sie ihre Kaffee oder Kakaoernte verkaufen, Geld. Dann haben sie oft bereits so viele Schulden gemacht, dass das Geld sofort weg ist. Das Geld reicht meist nicht, um Kleidung, Ergänzungsnahrungsmittel (Salz, Zucker, Reis...) sowie die Schulbildung der Kinder zu bezahlen. Ganz schwierig wird es, wenn jemand ernsthaft krank wird. Besonders Babys und kleine Kinder sterben häufig an einfachen Erkrankungen. Ein Kaiserschnitt kostet 150.000CFA (230€), oft ein Jahreseinkommen. Die Arbeit auf den Farmen im „bush“ ist hart. Die einzigen Werkzeuge sind das cutless (Buschmesser) und der digger (Grabwerkzeug). Alles muss kilometerweit auf dem Kopf in den „bush“ und aus ihm heraus getragen werden. Trotz alledem sind die Menschen fast immer fröhlich, lebensfroh und hilfsbereit. Viele lassen sich von dem trägen Strom des Lebens treiben und hadern nicht mit ihrem Schicksal.
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